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Italien / Reisen

Ostia – die Badewanne der Römer

Rund eine halbe Stunde vom Zentrum Roms entfernt liegt Ostia. Der Vorort der italienischen Hauptstadt ist sowohl für die Einheimischen als auch für die Touris ein Magnet – Geheimtipp wäre das falsche Wort. Schließlich gilt der Lido di Ostia als Strand der Römer oder auch als deren Badewanne. Im Gegensatz dazu gilt der Neusiedler See als das Meer der Wiener. Niemals hätte ich mir gedacht, dass ich eine Badewanne mal dem Meer vorziehen würde. ;-) Aber zurück nach Ostia: Zusätzlich zum Meerzugang hat der Badeort mit Ostia Antica eine unglaublich sehenswerte Ausgrabungsstätte. Selbst auf Menschen, die nicht Archäologie studiert haben – zu der Mehrheit der Bevölkerung ich mich überraschenderweise auch zähle – wirkt dieser Ort sehr beeindruckend.

Ostia bietet sich für einen Tagesausflug aus Rom perfekt an. Mit der S-Bahn ist die antike Hafenstadt mit den rund 100.000 Einwohnern in 30 Minuten und um 1,50 Euro sehr gut zu erreichen. Noch besser: Mindestens eine Nacht einplanen, den mediterranen Flair genießen und morgens mit Blick aufs Meer aufwachen.

Blick auf das Meer
Meer

Ostia Antica

Ostia Antica

Ostia Antica zählt zu einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten der römischen Welt. Sie gibt einen wunderbaren Einblick in das antike Leben. Neben Tempeln und Basiliken sind Grabstätten, Tavernen, Markthallen und vierstöckige Wohnhäuser zu sehen. Das Beeindruckendste: Ein Großteil der ehemaligen antiken Stadt ist sehr gut erhalten. So lassen einen zum Beispiel die wunderschönen Fußbodenmosaike staunend zurück. Seit deren Entstehen sind immerhin Jahrhunderte vergangen.

Fußbodenmosaike

In Ostia Antica lassen sich locker ein paar Stunden verbringen. Allein vom Eingang bis zum anderen Ende der Ausgrabungsstätte sind es mehr als zwei Kilometer. Dazwischen liegen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die aus nächster Nähe betrachtet werden können. Einige der Gebäude dürfen sogar betreten werden.

Im Juli 2021 war das Areal auf Grund der Corona-Situation beinahe – so wie Rom generell – menschenleer. Vereinzelt traf man auf andere Touris oder Angestellte. Auch die Cafeteria war geschlossen. Als Ersatz dienen Automaten mit Café, Getränken und Schokoriegeln. Im Normalfall soll immer großer Andrang herrschen. Deshalb am besten immer selbst genug Wasser mitbringen.

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